Moment

 

Startseite
Gästebuch
Kontakt
Archiv

 

Wie die Homepage entstand...
...wie sie schloss.... ...und wieder öffnete ---> hier zu lesen

 

 *Lovestory
Slash*
*Drama
Trilogie*
*Kurzstory

Designer
Brushes
Powered by

 
From Heaven To Hell

Autor: Leo
Rating: 16
Hauptpersonen: Bill & Tom
Nebenpersonen: Der Rest
Disclaimer: Reale Personen gehören mir nicht
Claimer: Die Idee und erfundene Personen gehören mir

Summary: Bill ist unsterblich in Tom verliebte... und dieser erwidert seine Gefühle? Für Bill ist es der Himmel auf Erden, doch je höher er fliegt, desto schlimmer kann später der Fall werden... der Fall in die Hölle!




Prolog

*Bill´s Sicht*



Langsam wandere ich die Straße entlang. Sanfter Regen rieselt auf mich nieder. Rinnt mir über die Wange. Vermischt sich mit meinen Tränen.
Wie resigniert bewege ich mich vorwärts. Setze einen Fuß vor den anderen.
Warum?
Tiefe Leere breitet sich in mir aus. Ich fühle mich fast so leer, wie die Straße auf der ich gehe und meine Schritte stumpf widerhallen. Alles hat für mich seinen Sinn verloren.
So wie der Regen scheint einfach nur alles um mich herum an mir abzuprallen.
Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr.
Würde am liebsten alles vergessen. Doch der tiefe Schmerz in meiner Brust sorgt dafür, dass ich mich immer wieder erinnere. Lässt alles von neuem hoch kommen. Wieder und wieder.
Ich spüre nicht mal mehr den kalten Regen der weiter auf mich niederprasselt.
Höre ihn nicht.
Sehe ihn nicht.
Nur Leere ist da.
Meine geröteten Augen sind zum Boden gesenkt. Es ist egal wo ich hinlaufe. Schließlich hat nichts mehr einen Sinn.
Warum?
Meine Hände sind wie festgefroren, eng in meinen Hosentaschen vertieft. Die Klamotten kleben nass und schwer an meinem Körper, doch noch immer bin ich emotionslos. Es ist als wäre die ganze Welt um mich herum verstummt.
Meine Füße beginnen langsam taub zu werden doch ich gehe weiter. Wohin weiß ich nicht. Spielt das überhaupt eine Rolle? Nein…
Nichts tut das.
Der bohrende Schmerz in meiner Brust wird langsam immer unerträglicher. Bringt mich mehr und mehr zum Verzweifeln.
Es tut so weh.
Warum?
Mein Körper beginnt zu zittern.
Mit dem Schmerz kommt auch wieder die Erinnerung.
Die Verletztheit…die Hilflosigkeit…die Sehnsucht…
Warum hast du mir das angetan? Warum hast du mich so verletzt? Warum?
Ich will es wissen.
Ohne dich hat mein Leben doch keinen Sinn mehr.
Ich habe keinen Grund mehr hier zu sein. Ich will das nicht mehr.
Ohne dich…
Hat dir die Zeit überhaupt etwas bedeutet? Habe ich dir überhaupt etwas bedeutet?
Meine Brust fühlt sich an wie zugeknotet. Erdrückt mein Herz und lässt es still stehen.
Dabei hat es doch nur für dich geschlagen…verstehst du denn nicht, dass ich dich liebe?
Verstehst du denn nicht, dass ich dich brauche?
Mein ganzer Körper beginnt zu beben und wird von heftigen Schluchzern erschüttert.
Endlich bleibe ich mal stehen. Kann keinen Schritt mehr laufen. Bin zu schwach…
Bitte…
Komm einfach zurück! Wieso hasst du mich verlassen? Wieso hast du mir das angetan?
“Tom…bitte komm zurück!“, schluchze ich und sinke langsam auf die Knie…

Kapitel 1

*Flashback*


„Bill?!“
Ich zucke leicht erschreckt zusammen, als ich deine sanfte, leise Stimme höre.
Unkontrolliert spüre ich, wie meine Haare sich am ganzen Körper aufrichten.
Ein ziehen im Magen. Ein Stich in der Brust.
Ich öffne meine Augen einen spaltbreit und stiere vor mich in die Dunkelheit.
Was machst du mitten in der Nacht in meinem Zimmer?
Ich kann deine schemenhaften Umrisse an meinem Bett erkennen. Kann deinen leisen Atem hören.
„Tom, wa-was machst du hier?!“, flüstere ich vor mich in die Dunkelheit.
Ist das ein Traum?
Bin ich wieder so in meiner Traumwelt versunken, dass ich mir einbilde, dass es Realität ist?
Wie ich es schon so oft getan habe?
„Ich kann nicht schlafen!“, hauchst du zurück und ich halte den Atem an. Nur deine pure Anwesenheit und deine Stimme verleihen mir einen Kick und ich bilde mir ein, alles tun zu können was ich will. Nur durch dich…
„Aha“, antworte ich monoton.
Und dann kommst du zu mir? Ausgerechnet zu mir?
Wenn du doch nur wüsstest wie weh es mir im Grunde tut.
Du bist mir immer so nahe aber auch so fern. Nie würdest du meine Gefühle erwidern.
So perfekt wie du bist. Nie würdest ausgerechnet du denselben Fehler haben wie ich.
Nie würdest du dich in deinen Zwillingsbruder verlieben.
Diese Erkenntnis gibt mir immer wieder von neuem einen tiefen Stich in die Brust und lässt mir Tränen in die Augen schießen.
Ich fliehe immer in meine Traumwelt, mit dir und mir, doch die Realität sieht anders aus. Lässt mich auf dem harten Boden aufprallen und meine Träume entweichen ihr.
Immer, wenn du mal wieder mit einer neuen Bekanntschaft auftauchst.
Fast jede Woche eine andere.
Es tut so weh…
„Ja, kann ich mich vielleicht zu dir legen?!“, fragst du leicht verlegen und kaust auf deiner Unterlippe herum. Dein glänzendes Piercing reflektiert das Mondlicht und ich bin kurz befangen von diesem Anblick. Starre hypnotisiert auf deine Lippen, die ich unscharf durch die Dunkelheit sehen kann.
Zu mir legen?
Die Worte hallen in meinem Kopf wider und verursachen ein atemberaubendes Gefühl.
Du?
Ein Kloß sitzt mir im Hals und will auch durch mehrfaches Schlucken nicht weggehen.
Deine Nähe die ganze Nacht bei mir zu spüren. Ich könnte kein einziges Augen zu tun. Würde nicht schlafen. Wegen deiner Anwesenheit.
Mein Kopf sagt deutlich: Nein, aber meine Gefühle wollen es anders.
Ehe ich reagieren kann hat mein Mund sich schon selbstständig gemacht: „Klar kannst du!“
Ich rutsche ein Stück rüber und hebe die Bettdecke leicht an.
Mit einem warmen lächeln legst du dich zu mir.
Mein Herz beginnt immer schneller zu klopfen. In meinem Kopf dreht sich kurz alles.
„Danke Bill!“, hauchst du und kuschelst dich tief unter die Decke. An mich.
Ich spüre deinen heißen Atem auf meiner Wange. Die Stelle beginnt angenehm zu prickeln.
Aufgeregt und nervös blicke ich an die Decke.
Für dich ist es was ganz natürliches.
Wir haben uns schon immer gut verstanden.
Wie richtige Zwillinge eben. Es ist nichts Gewöhnliches…für dich.
Doch deine Nähe zu spüren ist für mich etwas Einzigartiges. Etwas besonders.
Nach nur kurzer Zeit kann ich schon Toms ruhigen gleichmäßigen Atem vernehmen. Er ist eingeschlafen.
Langsam drehe ich den Kopf zu ihm rüber und mustere ihn. Seine zarten Gesichtszüge. Seine geschlossenen Augen. Seine Dreads, die ihm verstrubelt ums Gesicht fallen…
Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass er ahnt was in mir vorgeht, dass er es weiß!
Aber das ist unmöglich…hoffe ich!
Während ich meinen Bruder weiter so mustere steigt die Sehnsucht in mir auf. Sehnsucht nach ihm, obwohl er doch direkt neben mir liegt. Die Gewissheit, dass er mir einfach nicht gehört ist kaum zu ertragen.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wie das Mädchen von dieser Woche heiß und will es glaube auch gar nicht!
Besser nicht…
Langsam wende ich meinen Blick wieder von ihm ab. Kann es nicht mehr ertragen.
Es ist, als hätte ich ein großes schwarzes Loch in mir drin, dass bei seinem Anblick immer größer wird. Es frisst mich fast von innen auf. Erstickt mich fast.
Bitte, lass es aufhören! Lass dieses Gefühl verschwinden! Ich will meinen Bruder nicht lieben…ich halte das nicht länger aus!
Bitte…

Kapitel 2


Mit trüben Augen schaue ich dich an. Kann meinen Blick einfach nicht mehr von dir abwenden.
Bin befangen von dir.
Leise höre ich, wie dicke Regentropfen gegen das Fenster prasseln.
Immer wieder im selben Takt.
tock…tock…tock…
Ein kleiner Strahl des hellen Mondlichtes fällt zum Fenster rein und spiegelt sich in deinem Gesicht wider.
Dein gleichmäßiger ruhiger Atem ist das einzige, was durch die drückende Stille dringt.
Mein Herz klopft so laut, dass ich nicht mal daran denken kann ein Auge zu zu tun.
Nicht, wenn du direkt neben mir liegst…
Ich weiß nicht, wie lange ich nun schon hier liege und dich nur anschaue.
Eine Sekunde? Eine Minute? Eine Stunde?
Ich spüre einen großen Knoten in der Brust, der droht mich zu ersticken. Ganz friedlich liegst du da und bist in deiner Traumwelt versunken. Deine zarten Gesichtszüge und deine helle, schöne, weiche Haut, lassen wieder die Sehnsucht in mir aufkeimen. Wenn du doch mir gehören könntest…nur mir…und nicht irgend so einem Mädchen. Mir, jemandem der dich wirklich liebt…mein kleiner Engel…

Am nächsten Morgen kitzeln mich helle Sonnenstrahlen im Gesicht. Ich spüre eine angenehme wärme und schlage blinzelnd die Augen auf.
Ich brauche einen Augenblick, bis ich mich an die Helligkeit gewöhnt habe. Mein Kopf fühlt sich merkwürdigerweise an wie gerädert und ich starre verwirrt über mich an die Decke.
Was war denn gestern los?
Nach und nach kommt die Erinnerung wieder hoch. Blitzschnell drehe ich meinen Kopf zur Seite, um sicher zu gehen, dass das kein schöner Traum war.
Nein. Es war Realität denn du liegst immer noch friedlich schlafend neben mir. Du hast dich zu einer warmen Kugel zusammen gerollt und dein Gesicht als Schutz vor dem Licht tief im Kissen vergraben. Mit einer Hand berührst du leicht meinen Oberarm und ich spüre an dieser Stelle ein sanftes Kribbeln.
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern gestern eingeschlafen zu sein, aber so wie ich mich gerade fühle muss es ziemlich spät gewesen sein.
Wieder fällt es mir schwer, meinen Blick von dir loszureißen doch ich zwinge mich es zu tun. Es verursacht doch nur noch mehr Leiden und Schmerz.
Ich bleibe einfach reglos im Bett liegen und lausche in die Stille hinein. Aufstehen will ich nicht, denn ich möchte deine Wärme auch nicht verlieren. Es fühlt sich einfach zu schön an.
Zum Glück haben wir gerade Ferien…
Gedankenverloren starre ich vor mir ins Leere. Ich genieße jede einzelne Sekunde hier mit dir zu liegen. Wenn es doch nie enden könnte…sobald wir aufstehen, ist wieder der ganz normale Alltag da und du schleppst wieder deine Weiber an. Es versetzt mir jedes Mal immer wieder aufs neue schmerzhafte Stiche in die Brust.
Nach einiger Zeit beginnt mein Magen laut zu knurren und ich spüre wie ich Hunger bekomme.
Ich entschließe mich runter in die Küche zu gehen um etwas zu Essen, aber ich will dich auch nicht hier alleine liegen lassen. In meinem Bett.
Langsam beuge ich mich zu dir runter und fahre dir sanft mit einer Hand an der Wange entlang.
„Tom, aufstehen!“, hauche ich dir leise ins Ohr und berühre es sanft mit meinen Lippen. Ich weiß, dass du noch schläfst und daher habe ich auch keine Angst, wie du darauf reagieren könntest.
Auch wenn ich wirklich manchmal glaube, du ahnst etwas.
Spürst meine Gefühle…
Langsam schlägst du die Augen auf und ich weiche etwas vor dir zurück. Ich will dir ja nicht die Gewissheit geben, dass du Möglicherweise richtig liegst.
Nein, nie sollst du es erfahren!
„Warum denn schon aufstehen?!“, murmelst du verschlafen vor dich hin.
Ich grinse leicht. Zu süß ist der Anblick von dir, mit deinen kleinen, noch müden Augen und den verstrubbelten Dreads.
„Es gibt jetzt Frühstück!“, antworte ich und beobachte amüsiert, wie es in deinen Augen aufblitzt.
„Frühstück? Cool!“ Du richtest dich mit deinem Oberkörper halb auf und gähnst einmal laut.
Immer noch hänge ich mit meinen Augen wie gebannt an dir. Kann den Blick einfach nicht abwenden. Bin viel zu gefesselt von dir….wie schon so oft.
Plötzlich treffen sich unsere Blicke. Ganz kurz sehe ich deine Haselnussbraunen Augen. Sehe das Schimmern in ihnen…diesen einzigartigen Glanz.
Ich wende meinen Blick wieder ab und schaue beschämt zur Seite. Wieder hast du mich dabei erwischt… wieder gebe ich dir einen Grund mehr zu der Annahme, dass ich mehr für dich fühle.
„Bill?!“, höre ich dich plötzlich ganz leise, kaum hörbar, flüstern.
Erstaunt schaue ich wieder auf und unser Blick trifft sich abermals. Sekundenlang. Minutenlang.
„Ja?!“, hauche ich leicht röchelnd zurück. Mein Herz klopft mir bis zum Hals. Ich halte diese Spannung kaum aus. Will wissen, was du mir zu sagen hast.
Ich beobachte, wie du langsam den Mund öffnest. Gerade, als du etwas sagen willst, wird die Tür aufgerissen und Mum steht im Zimmer. Erschrocken zucken wir beide zusammen.
Immer noch rast mein Herz wie wild.
„Ach Tom, hier bist du! Ich such dich schon überall…Sue ist unten und wartet auf dich!“
Ein Blitz durchzuckt mich und ich schaue gebannt auf unsere Mutter. Sue….so heißt sie also von dieser Woche…Sue…
„Ja, ich komme!“, murmelst du leise und stehst auf. Ich kann dir einfach nur wie gebannt hinterher schauen, als du ohne mich noch eines Blickes zu würdigen, das Zimmer verlässt.
Es kommt mir wie ein Donnerschlag vor, als die Tür mit einem Knall hinter dir zu fliegt.
Wie versteinert sitze ich auf meinem Bett. Unfähig mich zu bewegen.
Du bist weg…runter zu deiner Sue…hast mich alleine gelassen ohne mir zu sagen was du wolltest…
Weg…

Kapitel 3


Was wolltest du mir sagen? Was ging in dir vor?
Mein Kopf pocht unangenehm und immer noch sitze ich regungslos auf meinem Bett. Unfähig auch nur den Blick von der Tür abzuwenden, aus der du eben verschwunden bist.
Warum bist du einfach gegangen? Warum bist du nicht bei mir geblieben? Warum hast du es mir nicht gesagt?
Ich spüre Wut in mir aufflammen. Wut, auf diese Sue.
Nächste Woche ist sie eh nur wieder eine von vielen. Nächste Woche ist sie abgeschrieben. Nächste Woche hast du schon wieder eine andere…
Ich fühle kein Mitleid für sie…nur Genugtuung. Sie hat es verdient…
Ich beginne leicht mit dem Kopf zu schütteln.
Wie kann ich so denken? Bin ich schon so eifersüchtig? Bin ich dir schon so verfallen?
Langsam stehe ich nun endlich auf. Erhebe mich wie in Zeitlupe aus dem Bett.
In dem du eben auch noch gelegen hast…
Resigniert gehe ich zum Kleiderschrank und fische mir wahllos ein paar Klamotten heraus.
Wie wird es weiter gehen? Wie wird es enden?
Ich habe das stumpfe Gefühl, dass du eben gewusst hast was in mir vorging. Dass du es auch gefühlt hast. Dass du mir es sagen wolltest…
Doch Sue musste ja kommen.
Niedergeschlagen schlurfe ich ins Bad.
Ich weiß nicht, wie lange ich es noch ertragen kann. Ich weiß nicht, wie lange ich es noch aushalte. Deine ganzen Weibergeschichten bringen mich fast um den Verstand. Lassen mich immer tiefer in das schwarze Loch versinken. Lassen die Leere immer größer werden. Lassen mich zu einer leblosen Hülle mutieren.
Ich steige unter die Dusche und lasse heiße Wassertropfen auf mich niederprasseln.
Was du wohl gerade machst? Ob die sie wohl gerade küsst? Sue…
Ich spüre einen scharfen Stich in mir, doch ich versuche mich zusammenzureißen.
Sie ist nur eine von vielen…
Niemand wichtiges für dich.
Nach einiger Zeit drehe ich den Wasserhahn wieder zu und wickle mir ein Handtuch um. Kälte schlägt mir entgegen, kurz nachdem ich aus der Dusche getreten bin.
Doch es fühlt sich nicht so eisig an, wie sie in mir drin ist. Der Gedanke an dich und Sue, lässt meine ganzen Eingeweide gefrieren und erstarren.
Ich kann nicht ohne dich.
Ich ziehe mich an und beginne mich zu stylen. Es vergeht nicht eine Minute, an der ich nicht an dich denken muss. Zu groß ist die Sehnsucht und das schwarze Loch wächst immer mehr. Ernährt sich von meinem Schmerz und Ängsten.
Nach über einer Stunde verlasse ich letztendlich das Bad und schlurfe nach unten. Mein knurrender Magen lockt mich in die Küche, auch wenn ich lieber oben in meinem Zimmer geblieben wäre. Hätte mich am liebsten im Bett unter der Decke verkrochen. Will dich nicht sehen…mit ihr.
Vorsichtig tapse ich den Flur entlang. Angespannt lausche ich. Wo ihr wohl grad seit? Was ihr wohl grad macht? Was du wohl grad fühlst?
Mein Herz beginnt immer schneller zu pochen und leise öffne ich die Küchentür. Von innen dringt kein Laut.
Als die Tür ganz geöffnet ist, wandert mein Blick von den kalten Fließen entlang zum Küchentisch. Ich brauche nicht lange zu suchen, da sehe ich euch schon.
Du stehst hinter hier. Hast deine Arme um ihren Bauch geschlungen. Dein Gesicht ist tief in ihren Haaren verborgen. Sie schmiegt sich eng an dich. Ein Kichern ist zu hören.
Wie erstarrt stehe ich im Türrahmen und schaue auf euch.
Bin gefesselt von dem Bild, was sich vor mir ergibt.
Bin gelähmt von dem Schmerz, der unaufhaltsam in mich hereinbricht. Über mich herfällt.
Deine Lippen fahren zärtlich ihrem Hals entlang und bringen Sue nur noch lauter zum Kichern.
Dieses Lachen lässt mir die Haare fast zu Berge stehen und eine Gänsehaut macht sich an meinem ganzen Körper entlang breit. Ein eiskalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter.
Wie kannst du nur?
Wie kannst du mir das nur antun? Nachdem, was eben war?
Ich verstehe mich gerade selber nicht. Ich wusste doch, dass Tom hier unten mit Sue ist. Dass sie sich küssen.
Doch die beiden nun wirklich so hier zu sehen, lässt alles in mir aussetzen. Vernebelt mein Gehirn. Verhindert das klare Denken.
Unwillkürlich muss ich aufschluchzen und meine Augen beginnen unangenehm zu brennen.
Ich will mich umdrehen und weglaufen, bevor du mich entdeckst doch meine Beine fühlen sich an als wären sie aus Blei. Bleiben wie festgeklebt auf dem Boden.
Durch meinen Schluchzer gestört, hebst du plötzlich den Kopf. Löst deine Lippen von ihr. Schaust mir in die Augen. Ich sehe aus kurz in ihnen aufblitzen.
Es ist als würde dein Blick mich wieder wachrütteln. Als würde er mich aus meiner Erstarrung lösen.
Ich drehe mich um und verlasse so schnell ich kann die Küche. Ich stürme die Treppe hoch und noch mehr Tränen brennen mir in den Augen. Ich blinzle sooft es geht um sie zu verdrängen. Genau wie meine Gefühle….
„BILL!“, höre ich plötzlich deine wunderbare, einzigartige Stimme hinter mir herrufen. Sekunden später vernehme ich deine Schritte. Du läufst mir hinterher?

Kapitel 4


Mein Herz rast wie verrückt und immer mehr Verwirrung steigt in mir auf.
Warum?
Warum läufst du mir hinterher? Warum bist du nicht bei Sue?
Warum?
Ich höre dich hinter mir aufkeuchen. Deine lauten Schritte dringen mir in die Ohren doch ich verlangsame mein Tempo keineswegs.
Ich laufe weiter die Treppe hoch und will nur noch in mein Zimmer. Weg.
Weg von dir und allem anderen. Einfach weg!
Ich will allein sein… meine Ruhe haben… den Schmerz in mir spüren.
Noch immer fühle ich diese Stiche in meiner Brust. Und das schwarze Loch wächst von Sekunde zu Sekunde. Von Schritt zu Schritt.
„Bill warte!“
Deine atemlose Stimme weht zu mir vor doch ich reagiere nicht. Gehe nicht auf dich ein. Will dich nicht sehen. Du weißt schon, was du mir gerade angetan hast….du weißt alles!
Oben im Flur reiße ich sofort meine Zimmertür auf und knalle sie dann wieder hinter mir zu.
Endlich…alleine!
Ich drehe den Schlüssel um und lasse mich kraftlos mit dem Rücken gegen die Tür gleiten.
In meinem Kopf beginnt sich alles zu drehen und weitere Tränen sammeln sich jetzt in meinen Augen. Doch nun kann ich sie nicht mehr unterdrücken.
Es ist als würde alles aus mir herausbrechen…unaufhaltsam rinnen mir die heißen salzigen Tränen über die Wangen.
Mein Magen krampft sich unangenehm zusammen. Alles ist ruhig um mich herum… Stille und Leere… Lautlos strömen mir weitere Tränen übers Gesicht. Immer mehr…
Es tut so weh…
„Bill! Bitte mach auf!“ Wild hämmerst du gegen die Tür. Immer wieder. Immer fester. Immer lauter.
„Lass mich in Ruhe!“, schluchze ich mit bebendem Körper. Meine Beine zittern wie verrückt und ich fasse haltlos neben mich an die Wand.
Immer wieder sehe ich dieses Bild vor mir. Immer wieder kommt es von neuem hoch. Immer wieder…
Tom und Sue…Tom und Sue…
Mein Tom!
Ich liebe ihn schon so lange…so unendlich viel! Ich hab es doch schon immer gewusst…ich hab es doch schon immer gespürt…warum erwidert er meine Gefühle nicht? Warum kann er meine Gefühle nicht erwidern? Was hat diese Sue so besonderes an sich?
Noch nie hast du mich so sehr verletzt. Noch nie habe ich dich mit einer gesehen… noch nie warst du in meiner Gegenwart einem Mädchen so nahe. Es hat ja auch nie lange gehalten…deine „Beziehungen“.
„Bill, bitte ich will mit dir reden! Mach auf!“
Deine zarte Stimme dringt wieder durch die Tür zu mir und ich schließe kurz die Augen. Zu weh tut es…viel zu weh… denn du bist meine große Liebe…es ist so! Du und niemand anderes…niemand ist so wie du! Niemand anderes kann mein Herz erobern. Es gehört nur dir…für immer!
Du wirst mich nie verstehen. Du wirst es abstoßend finden. Du wirst mich weiter verletzen. Oft…viel zu oft! Ich kann nichts tun, kann nichts unternehmen! Bin dir nur ausgeliefert.
„Bitte!“, bettelst du weiter dich ich bleibe standhaft. Wenn ich deine Augen sehen würde, würde ich nur noch mehr Leiden. Würde nur noch mehr weinen.
Das schwarze Loch würde noch größer werden. Noch viel größer.
Du kannst nichts tun. Niemand kann etwas tun.
Mir ist nicht zu helfen.
Es ist hoffnungslos! Es wird nie ein Ende geben…es wird nie ein gutes Ende geben.
Denn meine Gefühle zu dir werden nie versieben…
„Bill, man, jetzt mach endlich auf!“
Du klingst wütend. Fast schon verzweifelt. Weinerlich. Flehend.
Warum machst du das? Verschwinde einfach…gehe zu Sue! Zu deiner Sue… lass mich hier alleine…mit meinem Schmerz!
Ich komme ohne dich klar, ich muss ohne dich klar kommen.
Alleine…
„Bill, ich liebe dich doch auch , verdammt!“

Kapitel 5


Vor mir beginnt alles zu verschwimmen. Ich kann nur noch unscharfe Umrisse erkennen.
Du liebst mich?
Die Worte hallen in meinem Kopf wider und wollen einfach keinen Sinn ergeben.
Meine Beine fangen immer weiter an zu zittern und meine Schläfen beginnen unangenehm zu Pochen.
Es kommt mir vor wie in einem Traum.
So unecht.
Können diese Worte tatsächlich eben auch aus deinem Mund gekommen sein? Hast du es wirklich gesagt? Hast du es wirklich so gemeint?
Dein kurzes Hämmern an der Tür holt mich wieder zurück in die Realität.
„Bill! Bitte…“
Immer noch flehst du, dass ich dir auf machen soll. Immer noch willst du rein. Immer noch willst du unbedingt zu mir.
Warum?
Warum sagst du nun so plötzlich, dass du mich liebst? Eben warst du noch bei Sue. Eben hast du sie noch geküsst! Wieder macht sich ein riesiger Kloß in meinem Hals breit.
Was soll das alles? Das ergibt keinen Sinn. Was geht in dir vor?
“Bill?“
Ich schließe kurz die Augen. Du liebst mich…
Langsam drehe ich mich um und umfasse mit einer Hand die Türklinge. Es wäre zu schön, wenn du auch so fühlst wie ich. Wenn du meine Liebe erwidern würdest.
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob du es wirklich gesagt hast, oder ob es wieder mal nur meiner Fantasie entsprungen ist. Durch meine Einsamkeit. Durch meine Sehnsucht. Durch das große schwarze Loch.
Ohne noch einmal zu überlegen reise ich einfach die Tür auf und starre in dein Gesicht. In dein wunderschönes Gesicht. Deine zarten Gesichtszüge. Deine glänzenden Augen. Dein schimmerndes Piercing.
Wie angewurzelt stehen wir einander gegenüber. Regungslos. Immer noch glänzen Tränen auf meinen Wangen. Immer noch brennen meine Augen.
„Bill, ich liebe dich!“, sagst du mir nun ein zweites Mal. Hauchst es mir ganz leise zu. Bewegst kaum die Lippen.
Es ist als hätten mir deine Worte einen Schlag verpasst, der mich nun endlich vollkommen wachrüttelt. Ein starkes, unbekanntes Gefühl durchflutet mich und meine Augen leuchten auf.
Du liebst mich…
Ich habe mich nicht verhört. Ich habe es mir nicht nur eingebildet. Ich habe es mir nicht nur gewünscht.
„Ich liebe dich auch!“
Meine Stimme hört sich an wie aus weiter Ferne. Ganz hoch und piepsig, ich erkenne sie kaum wieder. Mein Herz schlägt immer schneller und höher.
Für mich ergibt das alles immer noch keinen Sinn doch das ist mir egal. Es prallt nur an mir ab.
Wichtig sind jetzt nur du und ich. Wir beide. Unsere Liebe.
Du machst einen kleinen zaghaften Schritt auf mich zu und deine Brust stößt sanft gegen meine. Ich spüre deinen heißen Atem auf meiner Wange und bin weiterhin gefesselt von deinem Blick.
Ich kann mich nicht weiter auf deinen plötzlichen Sinneswandel konzentrieren. Meine Gedanken sind alle wie weggefegt. Alles ist leer in mir….verschwunden…ich spüre nur diese tiefe Zuneigung zu dir.
Nichts anderes sonst….nichts anderes ist mir jetzt wichtig…
Dein Gesicht kommt mir immer näher und dein Atem wird heißer und heißer.
Deine tiefen glänzenden Augen sind so warm und schön, dass sie mich immer weiter anziehen und ich komme dir auch langsam näher.
Mein Blick wandert hinab zu deinen Lippen.
Ich spüre ein flaues Gefühl im Magen zusammen mit meiner Sehnsucht. Meiner Sehnsucht nach dir. Dich zu berühren. Dich zu fühlen. Dich zu schmecken.

Kapitel 6


Sekundenspäter kann ich schon deine weichen sanften Lippen auf meinen spüren. Eine unglaubliche Hitze geht von ihnen aus und überträgt sich auf meinen ganzen Körper.
Doch gleichzeitig läuft mir eine kalte Gänsehaut den Rücken hinunter.
Ich fühle mich so gut, wie noch nie in meinem Leben.
Ich kann mich einfach nicht bremsen, dieses Gefühl ist einfach so atemberaubend, dass ich mehr will. Viel mehr. Meine Sehnsucht nach dir muss gestillt werden.
Immer fester und wilder drücken unsere Lippen aufeinander. Meine Augen sind geschlossen und genießerische Seufzer entfahren mir.
Mein Gehirn ist vollkommen ausgeschaltet. Mein Kopf ist wie leer gefegt. Es gibt jetzt nur dich und mich. Uns.
Langsam lege ich meine Hand an deine Hüfte. Fühle den weichen Stoff deines T-Shirts, doch augenblicklich später deine noch viel weichere und schönere Haut.
Die Stellen meiner Hand, mit der ich dich berühre beginnen angenehm zu prickeln und warm zu werden.
Tief sauge ich deinen süßlichen Duft in mich und brenne in für immer in mir ein.
Nie will ich diesen Augenblick vergessen…
Plötzlich spüre ich deine feuchte Zunge an meinen Lippen, was zu noch mehr Kribbeln in meinem Bauch veranlasst. Bereitwillig öffne ich den Mund und mein Magen zieht sich kurz freudig zusammen, als unsere Zungenspitzen sich erst nur sanft berühren.
Langsam machst du noch einen weitern Schritt auf mich zu. Und noch einen. Zwingst mich rückwärts zu gehen. Schmiegst deinen Körper eng an meinen. Ich kann fast schon das schnelle Klopfen deines Herzens hören.
Mit einem Fuß stößt du auf einmal die Tür zu, lässt dich aber nicht weiter beirren mich zu küssen. Unsere Zungen sind mittlerweile schon in ein heißes Zungenspiel übergegangen und meine Hand wandert weiter über deine nackte Brust.
Immer weiter drängst du mich nach hinten. Reibst deinen Körper an meinem und dein heißer schneller Atem stößt mir gegen die Lippen.
Nichts kann diesen Moment mehr zerstören. Nichts kann ihn mir wieder wegnehmen. Nichts. Er ist da. Ist geschehen. Und wird nie wieder gehen. Immer wieder werde ich mich daran erinnern. An jedes Detail. Nichts werde ich je wieder vergessen. Alles hat sich wie ein Film in mein Gehirn gebrannt. Für immer.
Plötzlich spüre ich, wie ich mit den Kniekehlen gegen mein Bett stoße. Ohne zu überlegen lasse ich mich rücklings darauf nieder, dich mit mir ziehend.
Du landest auf mir und ich kann dich noch intensiver spüren. Unwillkürlich keuche ich auf und beginne meine Lippen noch leidenschaftlicher auf deine zu pressen. Kann einfach nicht genug bekommen. Von dir…wie eine Droge bist du für mich. Ich brauche dich!
Dein Atem geht schnell und unregelmäßig. Langsam wandert deine Hand meinem Hosenbund entlang und wieder verkrampfen sich meine Eingeweide. Meine Brust hebt sich ungewöhnlich schnell und dein Piercing verleiht mir nur noch einen zusätzlichen Kick. Deine Hand macht mich ganz verrückt und beginnt langsam meine Beckenknochen entlang zu wandern.
„Tom!“, muss ich plötzlich aufstöhnen und spüre deutlich, wie die Luft im Raum immer wärmer und stickiger wird.
Mein ganzer Körper versteift sich, als deine Hand meine Hose Millimeter für Millimeter immer weiter hinunter schiebt und deine Hand immer tiefer wandert. Ganz langsam.
Der Kuss wird immer wilder und leidenschaftlicher, so dass ich ihn schon kaum mehr erwidern kann. Das Luft bekommen fällt mir von Sekunde zu Sekunde schwerer und spüre vereinzelte Schweißperlen auf meiner Stirn.
Plötzlich lässt du von meinen Lippen ab und beginnst meinen Hals zu liebkosen. Wieder muss ich aufstöhnen. Angespannt liege ich da und genieße die Zärtlichkeiten von dir.
Deine Zunge streicht über meinen Hals und deine Hand wandert immer weiter nach unten.
Angespannt kralle ich mich mit einer Hand am Bettlaken fest.
Mit geschlossenen Augen spüre ich dich noch viel intensiver und kann jeder deiner Berührungen folgen.
Deine Küsse am Hals setzen kurz aus. Nein, nicht aufhören...weiter machen…ich kann nicht ohne dich…es fühlt sich so geil an…
Plötzlich spüre ich, wie du mir mit deiner anderen Hand das T-Shirt über den Kopf ziehst. Ich lasse dich gewähren und kann dann deine Lippen schon wieder an meinem Schlüsselbein spüren.
Ich seufze auf und mein Körper steigt abwechselnd von aufwallender Hitze auf kalte Gänsehaut um. Ich habe keine Kontrolle mehr über mich. Bin dir ausgeliefert. Du kannst alles mit mir tun, was du willst….

Kapitel 7


Plötzlich vernehme ich ein Geräusch, dass nichts mit unseren lustvollen Seufzern zu tun hat.
Mein Körper versteift sich noch mehr und ich lausche angestrengt.
Schritte…die langsam die Treppe hochkommen.
Ich stocke. Spitze die Ohren. Wer kann das sein?
Plötzlich durchzuckt mich ein Gedankenblitz.
Sue.
Verdammt, die ist ja auch noch da. Die hatte ich völlig vergessen!
Panisch und gehetzt zugleich schaue ich mich im Zimmer um und bleibe bei der Tür hängen. Jede Sekunde wird sie sich öffnen.
Gleich wird Sue hereinplatzen. Gleich wird sie uns stören. Gleich wird sie uns erwischen.
Panik ergreift mich. Verbreitet sich immer weiter. Lässt das Kribbeln in mir fast gänzlich verschwinden. Übertönt die Lust…die Lust auf dich.
Hektisch rudere ich mit beiden Händen in der Luft herum und stoße dich letztendlich etwas grob von mir hinunter.
Du scheinst die Schritte noch nicht wahrgenommen zu haben. Leicht irritiert schaust du mich an. Enttäuschung blitzt in deinen Augen auf.
Und da wird auch plötzlich schon die Tür aufgerissen. Wie ich es vermutet hatte steht Sue dort. Mustert uns mit funkelnden Augen.
Durch bohrt dich fast mit ihrem Blick.
Ich kann fast schon gänzlich spüren, die die ganze Atmosphäre im Raum umschlägt. Eisige Kälte…
„Tom, kommst du wieder runter?!“, fragt sie letztendlich, nachdem keiner etwas gesagt hat. Wir sind beide noch zu geschockt von ihrer plötzlichen Anwesenheit.
Misstrauisch wandern Sues Augen von dir zu meinem nackten Oberkörper. Ich spüre ein Ziehen im Magen und versuche mir krampfhaft eine glaubwürdige Ausrede zu suchen.
Doch mein Gehirn ist immer noch ausgeschaltet. Muss noch das verarbeiten, was vorhin Geschehen ist.
„Ja also ich…“ Du wirfst mir einen hektischen Blick zu. Ich kann genau spüren, dass du eigentlich bei mir bleiben willst. Dass es dich zu mir zieht…
„Weißt du ich muss gleich noch mal weg…und na ja wir können uns ja morgen noch mal treffen?!“
Langsam dringen deine Worte zu mir durch. Fließen durch meinen ganzen Körper und hinterlassen ein unheimliches Freudegefühl, vermischt mit einem antörnenden Kribbeln, das mich nicht mehr los lässt.
Sue hingegen sieht aus, als hättest du ihr eine schallende Backpfeife verpasst.
Damit hatte sie wohl nicht gerechnet. Ich kann mir gut vorstellen, wie du ihr heute einen unvergesslichen Tag versprochen hast.
Ihr Süßholz ins Ohr geraspelt hast….
Ihre Augen verengen sich zu schlitzen. „Okay, aber ich weiß nicht ob ich morgen Zeit hab!“
Ein hämisches Grinsen ziert meine Lippen, als Sue sich umdreht und aus dem Zimmer stolziert.
Wollte sie dir damit jetzt eins auswischen? Es dir zurückgeben? Auch wenn sie damit das Gegenteil erreicht?
Ich weiß, dass du dich freust, wenn du sie jetzt los bist. Sie ist doch sicher schon wieder überflüssig. Nie hälst du es lange mit einer aus.
Ich weiß es. Jeder weiß es.
Ein lauter Knall zeigt, dass Sue das Haus ziemlich wütend verlassen hat.
Sofort drehst du dich mit einem mächtigen Grinsen im Gesicht zu mir um.
„So, mein süßer, wieder alleine…“
Dein heißer Atem stößt mir gegen die Wange und verursacht wieder Gänsehaut bei mir.
Ein kalter Schauer durchläuft mich doch gleichzeitig spüre ich eine solche Hite in mir aufkommen als wäre Hochsommer.
Nur du und ich.
Hier.
Alleine.
In meinem Bett.

Kapitel 8---> Lemon

Dein heißer Atem bläst sanft an meinem Hals entlang. Hinterlässt eine Gänsehaut. Lässt mich genießerisch die Augen schließen.
Sekunden später spüre ich deine schönen weichen Lippen auf meiner Haut, die sich immer weiter abtasten.
Nach unten…
Sanft küsst du mein Schlüsselbein und setzt deine Zunge dabei geschickt ein.
Deine Hände wandern über meinen bloßen Oberkörper und streicheln zärtlich um meinen Bauchnabel herum. Verwöhnen mich.
Mein ganzer Körper beginnt angenehm zu Prickeln und warm zu werden. Mein Atem geht immer schwerer und ich genieße deine Liebkosungen aus vollen Zügen.
Ich habe fast schon angst, dass ich gleich auf wache und das alles sich nur als ein schöner Traum entpuppt. So schön ist es.
Dein Körper ist ganz dicht an meinen Geschmiegt. Ich spüre dein ganzes Gewicht auf mir haften und die Wärme die von dir ausgeht. Deine Hüften sind eng auf meine gepresst und bewegen sich leicht. Törnen mich an. Stimulieren mich. Bringen mich fast um den Verstand.
Du bewegst dich immer weiter nach unten. Halsbeuge…Schlüsselbein…Brust…bei meinen Brustwarzen stoppst du.
Umkreist sie spielerisch mit deiner Zunge. Lässt sie immer Härter werden…machst mich immer weiter an.
Ich muss mich wieder mit meinen Händen ins Laken krallen. Mein ganzer Körper ist angespannt und kribbelt unaufhörlich. Alles in mir schreit nach dir. Nach Befriedigung…
„Tom“, stöhne ich leicht, als deine Hände langsam meine Hüfteknochen entlang wandern. Mir zärtlich über die Haut streichen…Instinktiv hebt sich mein Unterleib, reibt sich an deinem, lässt mich aufkeuchen.
Du machst mich so an, törnst mich an, bringst mich um den Verstand. Allein dein bloßer Anblick sorgt schon zu einer Regung bei mir…aber das hier bringt mich zum völligen durchdrehen.
Mein Puls rast jetzt schon und das Blut schießt unkontrolliert durch meinen ganzen Körper…überall hin…
Dein heißer Atem stößt mir gegen die Haut und verursacht eiskalte Schauer. Gleichzeitig habe ich das Gefühl in einer unglaublichen Hitze zu Baden.
Mein Atem geht nur noch stoßweise und meine Augen sind angestrengt zusammen gekniffen. Angespannt kralle ich mich fester ans Laken. Genieße deine Liebkosungen…wie du mich verwöhnst.
Ich spüre deine Hände nun an meiner Hose, wie sie langsam den Knopf öffnen.
Doch weiterhin lasse ich mein Unterleib an deinem gepresst. Kreise es langsam.
Ich kann bei dir auch schon eine deutliche Ausbeulung spüren.
Vorsichtig schiebst du meine Hose immer weiter nach unten während du weiterhin deine Zunge sanft über meine Brustwarzen gleiten lässt.
Das ist zu schön…zu geil…
Ich löse eine Hand vom Laken und öffne zitternd deinen Hosenknopf.
Du törnst mich so dermaßen an, dass ich nicht mal mehr klar denken kann und mein ganzer Körper zittert…unkontrolliert…unbewusst…
Ich schiebe dir deine Hose nun auch weiter runter, bis zu den Knien.
Rasch entledigen wir uns beide unserer Jeans und pressen uns wieder eng aneinander.
Ich will dich…hier….jetzt…[I]sofort[/I]
Langsam wandert du mit deinen Lippen wieder höher…gibst mir einen heißen, wilden, leidenschaftlichen Kuss.
Unsere Zungen sind in ein inniges Spiel verfallen und ich kralle mich mit meinen Händen jetzt in deinen Rücken.
Fühle deine nackte Haut.
Spüre deinen tollen Oberkörper…
„Du bist so heiß!“, hauchst du mir plötzlich ins Ohr. Berührst es sanft mit deinen Lippen.
Ich muss stark schlucken.
Das laute Keuchen meines Atems ist laut zu hören und mir laufen vereinzelt Schweißperlen über die Stirn.
„Tohom…ich…wihill dich!“, stoße ich hervor und küsse dich wieder.
Wild und innig.
Presse dich an mich.
Lasse mein Unterleib kreisen.
Wieder spüre ich deine Hände. An meiner Boxershorts. Die Stellen an denen du mich berührst beginnen angenehm zu prickeln.
Die Zeit scheint still zu stehen. Alles ist verstummt. Jetzt gibt es nur noch dich und mich. Uns beide.
Du wanderst mit einer Hand in meine Boxershorts rein. Tastest dich langsam vor.
Ich küsse dich fester. Bekomme kaum noch Luft. Kralle mich an dich. Halte dich fest.
Und da… ich spüre deine Finger an meiner Erregung. Ein Schauer durchläuft mich und lässt mich aufstöhnen.
Alles in mir zieht sich zusammen.
Ich bin so geil auf dich… kann an nichts anders mehr denken…das Blut rauscht mir durch die Adern und setzt jegliches denken bei mir aus.
Ich konzentriere mich nur auf deine Hand…spüre nur deine Hand…fühle nur deine Hand…
Meine Atmung wird immer schwerer und ich bekomme kaum noch Luft.
„Tom...“, wieder kommt mir dein Name über die Lippen. Leise. Gepresst. Gestöhnt.
Meine Hände umklammern dich nun an der Hüfte und beginnen deine Boxershorts Millimeter für Millimeter nach unten zu schieben.
Ich kann nicht mehr…ich halte das nicht lange aus…bevor es überhaupt angefangen hat…
Plötzlich lässt deine Hand los, wandert wieder nach oben.
Ich spüre ein Ziehen im Magen. „Nein…bitte nicht aufhören!“, stöhne ich. Will nicht, dass es endet. Brauche es. Liebe es. Bekomme nicht genug.
„Warte…“, hauchst du zurück und ziehst mir mit einem Ruck die Boxershorts aus. Ich tue es dir hastig gleich. Kann es kaum noch erwarten, dich wieder so innig zu spüren…
Instinktiv drehe ich mich auf die Seite…spüre deinen Körper dicht an meinen Rücken gepresst…deine Beine mit meinen verharkt.
Alles in mir dreht sich und schreit nach dir. Ich will dich endlich…lass mich nicht so lange warten…so lange leiden…
Die heiße Leidenschaft in mir will endlich raus, will gelebt werden…
„Bill…!“, diesmal bist du es, der meinen Namen sagt. Deine leise Stimme verleiht mir wieder einen neuen Kick und ich halte es kaum noch aus…ich brauche dich…
Da spüre ich plötzlich wieder deine Hand…sie umklammert meine Erregung. Umfasst sie ganz…ich spüre wieder deinen heißen Atem in meinem Nacken….deine Lippen auf meinem Hals…erregt stöhne ich auf…schnappe nach Luft…alles in mir staut sich zusammen….kribbelt und ist kurz davor zu explodieren…
„Ich liebe dich“
Wieder deine zarten Lippen an meinem Ohr. Deine sexy Stimme.
Und dann spüre ich dich…ganz vorsichtig….dringst von hinten mich ein…stöhnst angetörnt auf…
Meine Augen sind angestrengt zusammen gekniffen und mein ganzer Körper scheint zu vibrieren.
Deine Hand beginnt sich rhythmisch zu bewegen. Erst langsam, dann immer schneller.
Auf und ab.
Ich kann mich auf nichts anders mehr konzentrieren. Fühle die Energie in mir, die Erregung, die Geilheit…dich.
Mein Körper scheint zu glühen und ich kann deutlich die Schweißperlen spüren, die sich auf meiner Haut bilden.
Du fängst an, dich langsam in mir zu bewegen. Stöhnst auf. Laut. Lässt deine Hand schneller werden…mich immer mehr zum Höhepunkt treiben.
Ich halte es kaum mehr aus. Atme ein. Stöhne wieder erregt auf. Schnappe nach Luft. Spüre dich tief in mir.
„Tom“ Ich kann es kaum mehr zurück halten. Stehe schon kurz davor. Alles beginnt sich in meinem Körper anzustauen und wartet nur daraus, heraus zu brechen.
Mein keuchender Atem und mein Stöhnen scheinen dich immer weiter anzustacheln. Immer fester und schneller stößt du dich in mich, reibst mein Glied.
Und dann, plötzlich, verteilt sich das Kribbeln bis überall hin in meinem Körper, erfüllt mich mit Glück, lässt mich ausbrechen, alles Gestaute in mir zu einer Explosion verarbeiten.
Ich kann nicht mehr. Stöhne laut auf….lange…muss es rauslassen…fühle mich so geil wie nie zu vor…
Ergieße mich in deiner Hand….entspanne mich langsam wieder…
Ein letztes Mal stößt du dich tief und feste in mich, krallst dich an mir fest, legst dein Gesicht in meinen Nacken und kommst auch zum Höhepunkt.
Stöhnst mir leise ins Ohr.
Meine Brust hebt und senkt sich ungewöhnlich schnell. Mein Herz rast und kann sich gar nicht mehr beruhigen.
Langsam lässt du von mir ab und lehnst dich erschöpft nach hinten.
Seufzt zufrieden auf.
„Tom ich liebe dich…“, murmle ich leise und lege mich wieder eng bei dich…mein Kopf ruht auf deiner Brust und ich folge dem immer ruhiger werdendem Rhythmus deines Herzens…

Kapitel 9

Warme Sonnenstrahlen kitzeln mich im Gesicht.
Mein ganzer Körper fühlt sich entspannt und warm an.
Im ersten Moment weiß ich erst mal gar nicht, wo ich überhaupt bin.
Blinzelnd öffne ich die Augen und beschatte sie mit einer Hand, als Schutz vor der Sonne.
Ich bin in meinem Zimmer.
Langsam fahre ich mir mit der anderen Hand jetzt durch die wirren Haare, bis mein Blick an dir haften bleibt.
Ich erstarre und mein Herz setzt kurz aus, um dann aber nur in doppelte Geschwindigkeit weiter zu schlagen.
Du liegst ruhig und friedlich neben mir, die Augen geschlossen und die Lippen leicht geöffnet.
Die Decke umschlingt deinen nackten Körper nur bis zum Bauchnabel und deine Brust hebt und senkt sich ruhig.
Sofort dringen alle Erinnerungen von gestern wieder in mich ein.
Scharf sauge ich Luft durch die Zähne. Wie in einem Traum, sehe ich die Geschehnisse von gestern vor meinem geistigen Auge.
Wir waren vereint.
Du und ich.
Ungläubig blicke ich dich an. Warme Sommerstrahlen fallen auf deinen Körper.
Dein Piercing funkelt und reflektiert das Licht leicht.
Dein Gesicht sieht entspannt aus und doch habe ich das Gefühl, dass es etwas Zufriedenheit widerspiegelt.
Langsam richte ich mich auf.
Du liegst dicht neben mir und doch berühren wir uns nicht. Fast schon ehrfürchtig beobachte ich dich.
Wie kann man nur so schön sein?
Langsam hebe ich eine Hand und fahre vorsichtig über deine vollen Lippen, zeichne die Konturen deines Gesichtes nach. Die Haut, mit der ich dich berühre, beginnt angenehm zu prickeln.
Du regst dich leicht.
Schnell ziehe ich meine Hand wieder zurück.
Du schmatzt einmal leise und drehst dich dann auf die andere Seite.
Deine Dreads hängen dir verstrubbelt ums Gesicht herum und deine Lippen sind nun leicht geöffnet.
Ein Lächeln huscht über mein Gesicht.
Deine Schönheit raubt mir glatt den Atem.
Ob du wirklich auch so fühlst wie ich? Ob es für dich gestern auch so wundervoll und besonders war? Ob wir jetzt zusammen sind?
Langsam schäle ich mich aus der warmen Bettdecke und gehe leise zu meinem Schrank, nickt, dass ich dich noch wecke. Schnell ziehe ich mir eine frische Boxershorts, eine schwarze Jeans und ein schwarzes T-Shirt aus dem Schrank und husche dann aus dem Zimmer.
Ich werfe noch einen letzten, kurzen Blick auf dich zurück, um mich auch noch mal wirklich davon zu überzeugen, dass dies kein unfassbarer Traum war.
Mit einem großen, undefinierbaren Lächeln im Gesicht betrete ich das Bad und drehe das Wasser zur Dusche auf.
Meine Klamotten lege ich neben das Waschbecken auf den kleinen Tresen.
Die schönen, warmen Wassertropfen auf meiner Haut tun gut und ich schließe entspannt die Augen.
Ohne es verhindern zu können, wandern meine Gedanken wieder zu dir.
Wie du wohl auf mich reagieren wirst?
Nachdenklich greife ich nach dem Shampoo und schäume mir erst mal kräftig die Haare ein.
Nie wieder, will ich ohne dich sein. Nie wieder, will ich irgendein Mädchen an deinem Arm sehen.

Fortsetzung folgt

Gratis bloggen bei
myblog.de