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Sadness Behind My Eyes
One-Shot


Was willst du von mir?
Schau mich nicht so an. Nicht mit diesem Blick, nicht mit diesem Zittern und nicht mit diesem Funkeln in den Augen. Diesem verblüfften Ausdruck.
Du hast mich schon verstanden, klar und deutlich. „Ich liebe dich nicht“, zische ich dir die Wahrheit zum wiederholten Male ins Gesicht. Eiskalt und ohne jegliches Gefühl.
Einfach so. Wieder und wieder.
Doch noch immer stehst du wie angewurzelt vor mir und bewegst dich nicht.
Du rührst dich kein Stück, bist einfach wie festgewachsen, wie erstarrt.
Ich bedenke dich weiter mit abwertenden Blicken. Verachtung, Hass und Kälte.
Dein engelhaftes Gesicht wirkt wie versteinert und erblasst immer mehr, doch deine Augen werden feucht.
Eine kleine, glänzende Träne hängt an deinen Wimpern.
Mein Blick bleibt an ihr hängen. Ich beobachte sie.
Langsam läuft sie deine Wange hinunter und hinterlässt eine nasse salzige Spur.
Sie rinnt dir übers Kinn und tropft schließlich vor mir auf den Boden
„Das kannst du doch nicht ernst meinen, Laura.“ Deine Stimme zittert und klingt so unendlich verzweifelt.
Hilflos, Hoffnungslos.
Zaghaft machst du einen kleinen Schritt auf mich zu. Dein Blick wirkt von den Tränen ganz verschleiert.
„Doch, natürlich!“ Es ist eine kühle Antwort von mir und ohne jegliches Gefühl.
Mit Genugtuung beobachte ich, wie du verzweifelt aufschluchzt. Deine Wangen schimmern nass und deine Augen sehen leer aus.
Immer noch kannst du es nicht glauben.
Du hoffst, dass ich es nicht ernst meine. Aber das tue ich, denn ich bin mir sicher.
Ganz sicher.
„Und jetzt lass mich in Ruhe“
Dein ganzer Körper beginnt zu beben, als ich mich langsam umdrehe und mich von dir entferne.
Immer weiter.
Die Stiche in meiner Brust nehme ich schon gar nicht mehr wahr.
Zu groß ist die Mauer, die Mauer um mein Herz.
Sie schützt mich. Sie sagt mir, dass ich so handeln muss. Sie flüstert mir alles ins Ohr, alles was zu tun ist.
Ich muss so handeln, nur um nicht verletzt zu werden.
Von dir.
Es geht nicht anders.
Es ist besser so.
Es ist einfacher.
Es ist leichter.
„Bitte“
Deine flehende Stimme zerreißt mir fast das Herz und ich höre dich hinter mir mehrmals aufschluchzen.
Keuchen.
Nach Luft ringen.
So viele Tränen weinst du
„Tschüss“
Mich lässt es völlig kalt, denn es ist mir egal.
Aber nur Äußerlich.
Gleichgültig kommen die Worte aus meinem Mund.
Es ist nur eine Fassade, um mich zu schützen.
Es ist besser so.
So und nicht anders.
Verstehst du mich denn nicht?
Kannst du es nicht nachvollziehen?
Kannst du es nicht ahnen?
Nicht wissen?
Versteh mich!
Es ist das Beste.
Für mich, für dich, für alle.
Mit jedem Schritt den ich mich von dir entferne wird dein Schluchzen lauter und meine Mauer größer.
Versteh mich doch
Es ist besser so.
Viel besser.

….

Eiskalte Stille um mich herum, alles ist Dunkel und Finster.
Die Luft ist so stickig und droht mich schon niederzudrücken.
Die eisige Leere in mir ist dabei mich zu zerfressen.
Stück für Stück, immer weiter.
Doch die Mauer hält mich davon ab auch nur eine Regung zu zeigen.
Steif sitze ich da.
Einsam.
Alleine.
Ich fühle nichts, gar nichts.
Nur die Leere ist da und die Mauer.
Meine Mauer, die mich gezwungen hat dich zu verlassen.
Die mich davor schützt, dass ich verletzt werde.
Immer wieder erscheint dein verzweifeltes und Tränenüberströmtes Gesicht vor mir.
Doch fühlen kann ich nichts, tun kann ich nichts.
Und das ist auch besser so
“Ich liebe dich nicht“
Ich höre das eigene Echo meiner Stimme in meinem Kopf widerhallen, immer wieder.
Die eiskalte Wahrheit.
Die gleichgültigen Worte.
Verstehst du mich jetzt?
Weißt du, warum ich es getan habe?
Stimmst du mir nun zu?
Glaubst du mir, dass es besser ist?
Wieder erscheint dein blasses Gesicht vor mir, deine nassen Augen, deine Tränen, deine bebenden Lippen und dein verzweifeltes Schluchzen.
Es ist einfach besser so.
Verstehst du mich?
Die Mauer um mich wird immer größer und verschließt mein Herz, meine Gefühle.
Dein Gesicht verblasst immer mehr vor mir und die Leere verbreitet sich gnadenlos weiter.
Immer noch kann ich nichts fühlen.
Gar nichts.
Alle Emotionen sind verdrängt durch die Leere.
Meine Augen sind geschlossen.
Ich lasse die Dunkelheit weiter über mich herfallen.
Ich bin alleine.
Ganz alleine.
Ich habe niemanden.
Dein Gesicht ist wieder vollständig verschwunden.
Ich bin ohne dich.
Und es ist besser so.



„Hast du es schon gehört?“
„Weißt du es schon?“
„Hat man es dir schon erzählt?“
Aufgeregtes Stimmengewirr erweckt meine Aufmerksamkeit und lässt mich aufhorchen, aufblicken.
Mit trübem Blick schaue ich in die Gesichter vor mir.
Traurige Gesichter, schimmernd Nasse Gesichter, weinende Gesichter.
„Was ist passiert?“ Meine Stimme klingt tonlos.
Alles nur wegen der Mauer, meiner Mauer, die mich beschützt.
Davor beschützt verletzt zu werden, die mich davon abhält bei dir zu bleiben.
„Der junge Bill Kaulitz ist gestorben“
Durch den Dichten Nebelschleier dringen die Worte langsam zu mir durch.
Nach und nach wird mir ihre Bedeutung klar.
Mein Kopf beginnt unangenehm zu pochen und eine leichte Schwindligkeit überfällt mich.
Bill?
Tot?
Wie kann das sein?
Wie konnte das passieren?
Das geht doch gar nicht, er kann doch nicht tot sein
Wieder sehe ich seine zarten Gesichtszüge vor mir.
Wieder sehe ich die Tränen, die nass auf seinen Wangen glänzen.
Wieder sehe ich seine funkelnden Augen.
Warum?
Warum ist er gegangen?
Wie kann er tot sein?
Ich kann die Worte einfach nicht richtig begreifen.
Tot?
Weg?
Für immer?
Regungslos stehe ich da.
Alleine.
Nein, das geht einfach nicht.
Es kann nicht stimmen.
Es darf nicht stimmen.



Ich kann das nicht glauben.
Ich will das nicht glauben.
Nein
Warum?
Warum er?
Warum gerade er?
Wie angewurzelt stehe ich da und kann den Blick einfach nicht abwenden.
Bin wie hypnotisiert, wie erstarrt.
Von dir.
Deinem Grab.
Immer noch kann ich es nicht glauben, nicht verstehen einfach nicht begreifen.
Ich will nicht, dass es stimmt.
Bitte!
Lass es nicht wahr sein.
Bill Kaulitz
Dein Name ist tief in den Stein eingraviert und ich kann meinen Blick immer noch nicht lösen.
Schaffe es nicht.
Begreife es nicht.
Erwarte schon fast, dass du gleich hier auftauchst und mir ein strahlendes Lächeln zu wirfst so, wie ich es an dir geliebt habe.
Wie ich es an dir liebe.
Doch je länger ich auf dein Grab stiere und je länger ich warte, desto kleiner wird die Mauer in mir.
Sie zerbröselt.
Ganz langsam.
Immer mehr.
Und die Wahrheit sickert langsam zu mir durch.
Nein, es darf nicht stimmen
Bitte, Bill komm zurück.
Komm zurück zu mir, ich brauche dich doch.
Bitte.
Komm wieder, verdammt
Du musst.
„Ich liebe dich doch“
Mit diesem Geständnis zerbricht die Mauer plötzlich vollständig in mir.
Sie verschwindet und lässt mich alleine.
Und da sind plötzlich wieder alle Gefühle, die ganzen Emotionen die ich verdrängt habe brechen über mich her.
Überfallen mich.
Überströmen mich.
Tränen rinnen mir aus den Augen und strömen mir erbarmungslos über die Wangen.
„Bitte…Bill..!“
Mein Engel du darfst nicht tot sein ich will dich bei mir haben.
Ich will nicht ohne dich sein
Ich kann nicht ohne dich.
Bitte…
„Ich liebe dich!“
Langsam sinke ich vor dem Grab auf die Knie
Es ist zu spät, ich weiß es
Nie wirst du sie erfahren.
Die Wahrheit, wie sehr ich dich liebe, wie sehr ich dich brauche und wie sehr ich dich vermisse.
Meine Hände ballen sich zu Fäusten.
Immer mehr Tränen.
Immer mehr Verzweiflung.
Immer mehr Emotionen.
Und die Gewissheit, dass ich dich verloren habe, dass ich dich nicht wieder sehe...nie wieder.

ENDE

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